Konto in der Schweiz eröffnen: Was für Deutsche gilt
Ein Konto oder Depot in der Schweiz zu eröffnen ist für Menschen mit Wohnsitz in Deutschland erlaubt. Es ist kein Graubereich und kein Sonderweg. Was es dagegen nicht mehr ist: anonym.
Rechnen Sie mit vollständiger Transparenz
Seit 2017 gilt zwischen der Schweiz und Deutschland der automatische Informationsaustausch. Kontostände, Erträge und Kontoinhaber werden jährlich an die deutsche Finanzverwaltung gemeldet — ohne Anlass, ohne Nachfrage, automatisch. Wer die Schweiz mit Verschwiegenheit gegenüber dem Finanzamt verbindet, hat einen Stand von vor über einem Jahrzehnt im Kopf.
Genau deshalb ist die Frage heute eine andere geworden. Sie lautet nicht mehr, was man verbergen kann, sondern ob es sinnvoll ist, Vermögen über mehr als eine Rechtsordnung und mehr als eine Währung zu verteilen.
Klären Sie zuerst die Voraussetzungen
Für die Eröffnung wird ein gültiger Ausweis benötigt, ein Nachweis der Wohnanschrift und — das überrascht viele — ein belastbarer Nachweis über die Herkunft des Vermögens. Schweizer Institute prüfen das gründlicher als hierzulande üblich. Ein Verkaufsvertrag, ein Erbschein oder Gehaltsnachweise gehören dazu.
Hinzu kommen Mindestanlagesummen. Für ein reines Zahlungskonto sind sie meist niedrig, für die begleitete Vermögensverwaltung deutlich höher. Wer mit kleinen Beträgen kommt, findet in Deutschland oft die praktischere Lösung.
Melden Sie die Erträge selbst
Der wichtigste praktische Unterschied liegt in der Steuer. Bei einem deutschen Depot führt die Bank die Abgeltungsteuer automatisch ab. In der Schweiz geschieht das nicht. Die Erträge müssen in der Anlage KAP der eigenen Steuererklärung angegeben werden, und der Freistellungsauftrag greift dort nicht.
Auf Schweizer Erträge wird zudem Verrechnungssteuer einbehalten, in der Regel 35 Prozent. Über das Doppelbesteuerungsabkommen lässt sich der übersteigende Teil zurückfordern. Das ist ein geordnetes Verfahren, aber es ist Arbeit. Dieser Beitrag ersetzt keine steuerliche Beratung — für Ihre persönliche Situation wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.
Berücksichtigen Sie die Währung
Wird in Franken angelegt, kommt zum Anlagerisiko das Währungsrisiko hinzu. Das kann in beide Richtungen wirken. Wer in Euro lebt und ausschließlich in Euro plant, gewinnt durch eine zweite Währung nicht automatisch etwas — er verändert das Risikoprofil. Ob das gewollt ist, gehört vorher besprochen.
Prüfen Sie, ob der Anlass trägt
In der Praxis gibt es drei Konstellationen, in denen der Schritt trägt: ein größerer Einmalbetrag aus Verkauf, Erbschaft oder Beteiligung, der bewusst nicht an einem Ort liegen soll. Ein beruflicher oder familiärer Bezug in die Schweiz. Und der Wunsch, einen Teil des Vermögens außerhalb der Eurozone zu halten — als Streuung über Rechtsordnungen, nicht als Fluchtweg.
Für alles darunter ist der Aufwand höher als der Nutzen. Das gehört zu einer ehrlichen Einschätzung dazu.
Was wir dabei leisten
Wir begleiten die Auswahl der Lagerstelle, die Vorbereitung der Unterlagen und die laufende Betreuung des Depots. Die Beratung ist an keine Gesellschaft und an kein Produkt gebunden — das gilt in der Schweiz wie in Deutschland. Am Anfang steht immer das persönliche Gespräch, danach läuft die Betreuung vor Ort oder per Videocall.
Wer zunächst die Grundlagen klären möchte, findet sie auf may-finanz.de.
Swiss-Konto ist ein Angebot der May-Finanz — Gesellschafts- und produktunabhängige Finanzberatung. Erlaubnis als Finanzanlagenvermittler gemäß § 34f GewO.
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Risikohinweis: Geldanlagen unterliegen Wertschwankungen und können zu Verlusten führen. Wertverluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich. Bei Anlagen in Fremdwährung kommt ein Währungsrisiko hinzu. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Dieser Beitrag dient allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung und keine Rechts- oder Steuerberatung dar.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt.